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Gerhard Ausborn
A N T I K E  S T Ä T T E N  U N D  L A N D S C H A F T E N

Aquarelle, Gouachen und Ölbilder
von Gerhard Ausborn


vom 24. September bis 13. November 2011

Bilder Ausstellung Gerhard Ausborn

„Meine besten Freunde und recht eigentlich Gevatter sind die Ruinen, in denen ich herumsteige, so oft es die Witterung erlaubt.“ In den Aquarellen und Gouachen des Malers Gerhard Ausborn gewinnt dieser Satz Gottfried Sempers eine ungeahnte, faszinierende Aktualität.
Eingebettet in großartige Landschaften liegen Ruinen antiker Städte und Heiligtümer in Ägypten, Griechenland, der Türkei und dem Vorderen Orient vor den Augen des Betrachters. Dabei gelingt es dem Maler in seinen Aquarellen, die Stimmung jener Ruinenlandschaften durch zarte Andeutungen, bisweilen auch durch kräftige Farben in bezaubernder Weise einzufangen; der Betrachter scheint den Geist längst vergangener Zeit spüren und sich in den erhabenen Landschaften wiederfinden zu können.

Ganz anders dagegen leben seine Ölbilder von intensiven Farben, einer geschickten Raumaufteilung durch geometrische und polygonale Strukturen. Bilder im Bild zählen zu den Kennzeichen der Malerei Gerhard Ausborns. Sie scheinen dem Betrachter den Blick in andere Gegenden, geradezu andere Realitäten zu öffnen, und heben sich von den sie umgebenden Strukturen ab. Reizvoll und rätselhaft treten antike Stätten, Bauwerke und Landschaften in Beziehung zueinander.

Inspiriert sind die Bilder Gerhard Ausborns durch Eindrücke, die er während seiner zahlreichen Reisen in die Mittelmeerländer aufgenommen hat. Die Bilder entstehen jedoch nicht vor Ort, sondern stets im Anschluss in seinem Hamburger Atelier. Sie wollen kein exaktes Abbild der Realität sein, sondern in der Erinnerung wird das Gesehene auf das Wesentliche reduziert und mit eigenen Vorstellungen, Empfindungen und Erlebnissen verbunden.

1933 in Hamburg geboren interessierte sich der Maler Gerhard Ausborn bereits während seiner Schulzeit für Kunst. Das künstlerische Schaffen von Gerhard Ausborn ist geprägt durch seine Ausbildung an der Gastdozentenklasse der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg von 1953 bis 1956; zu seinen Lehrern zählten K. Kaschak, E. W. Nay, C. Westpfahl, H. Tiemann, G. Fietz, R. Cavael, J. Fassbender und H. Trier. Zwischen 1955 und 1959 sammelte er während des Frankreich-Stipendiums des Deutschen Akademischen Austauschdienstes viele neue Eindrücke und es begann die Entwicklung seines unverwechselbaren Stils. 1958 erhielt er ein Stipendium des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie, 1959 den Bremer Kunstpreis Boettcherstraße und 1960 den renommierten Lichtwarkpreis. Neben zahlreichen Ausstellungen fanden Werke Gerhard Ausborns Aufnahme in namhafte Museen und Privatsammlungen. Mit abstrakter Malerei hat er sich intensiv auseinandergesetzt, jedoch recht bald löste er sich von den puristischen Positionen der 50er Jahre. Vielmehr drängten seine Reiseeindrücke sich lebhaft ins Bild.

In der Ausstellung werden 31 ausgewählte Werke Gerhard Ausborns gezeigt, die zwischen 1985 und 2009 entstanden sind.

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