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Winckelmann in Florenz
Lange hatte Winckelmann einen Besuch bei Baron Philipp von Stosch in Florenz geplant, nicht zuletzt, um dessen berühmte Gemmensammlung zu sehen. Als Stosch 1757 starb, hatte er testamentarisch Winckelmann darum gebeten, seine Sammlung zu publizieren. Auf Einladung seines Neffen, Heinrich Wilhelm Muzell-Stosch, weilte Winckelmann von September bis April 1759 in Florenz. Vom Erben Muzell-Stosch war das Werk zugleich auch als ein Verkaufskatalog gedacht, deshalb wohl die Bitte an Winckelmann, ihn in französischer Sprache abzufassen. Mit seinen Beschreibungen, seinen an einigen ausgewählten Beispielen vorgeführten Betrachtungen zur stilistischen Einordnung der Gemmen und den Interpretationen ihrer Darstellungen aus der griechischen Mythologie hatte Winckelmann jedoch für die Gemmenforschung neue Maßstäbe gesetzt.

Bald nach Archintos Tod hatte Winckelmann in Florenz über Giacomelli das Angebot des großen Altertumskenners Kardinal Alessandro Albanis (1692–1779) erreicht, als Bibliothekar in seine Dienste zu treten. So war seine Zukunft in Rom gesichert. Die Empfehlung Winckelmanns hatte einst Baron Philipp von Stosch dem Kardinal gegeben.
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