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(10.07.2005 - 25.09.2005)
Kann man Kunst lehren? Ist Schönheit das Ergebnis von Übung und Methode? Viele Künstler und auch gebildete Laien des 18. Jahrhunderts glaubten daran, daß durch eine wissenschaftliche Ergründung der Bildgegenstände Kunst erlernbar sei. Ort dieser Bestrebungen war die Akademie.

Der Besucher erlebt in der Ausstellung die Kunstausbildung des 18. Jahrhunderts gleichsam als Akademieschüler. An zentraler Stelle steht die Nachschöpfung eines Akademiesaals, in dem die Medien präsentiert werden, die dem Künstler als Arbeitsmaterial dienten: Vorlagenblatt, Antikenabguß, Muskelmann und anatomisches Modell.

Aus den Akademien des 18. Jahrhunderts gingen nicht nur freischaffende Künstler hervor, sondern sie dienten auch ganz im Sinne der Aufklärung der Handwerkerausbildung und dem Produktdesign. Eine ganze Reihe von exemplarischen Gegenständen aus des Kunsthandwerks – vor allem Porzellan und Buchgestaltung – sind in der Ausstellung vertreten. Nicht zuletzt durch die Verbreitung dieser kunsthandwerklichen Gegenstände wurde der an den Akademien geschulte klassische Kunstgeschmack um 1800 mehr oder minder zu einer allgemeinen Norm, die zur Nachahmung, aber auch zum Widerstand – etwa im Medium der Karikatur – herausforderte.

Die Ausstellung zeigt mehr als 100 Werke aus allen Gattungen – Malerei, Zeichnung, Skulptur, Druckgraphik. Darunter befinden sich zahlreiche wertvolle Leihgaben aus bedeutenden deutschen Sammlungen, darunter Dresden, Berlin, Kassel, Braunschweig, Dessau.
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