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3. Oktober – 28. November 2004, 10-17.00 Uhr, dienstags geschlossen
Nahezu in Vergessenheit geraten ist die einst prachtvolle Sammlung antiker Vasen des Kulturhistorischen Museums Magdeburg. Im Jahre 1942 war sie, verpackt in Holzkisten, in einem Schacht des Salzbergwerkes bei Neustaßfurt ausgelagert worden, der in den Wirren des Kriegsendes durch einen Brand zerstört wurde. Den Museumsmitarbeitern bot sich ein trauriges Bild: Die Holzkisten waren verbrannt, die Gefäße zerbrochen. So geriet die nicht mehr ausstellungsfähige Sammlung in Vergessenheit und fand in der archäologischen Forschung keine Berücksichtigung mehr.
Dank eines modernen Restaurierungsverfahrens konnten im Rahmen eines dreijährigen Restaurierungs- und Forschungsprojektes der Winckelmann-Gesellschaft die zerscherbten Fragmente durch Rückbrand in ihrer ursprünglichen Farbe wiederhergestellt und danach neu zusammengefügt werden.

Aufgrund ihrer figürlichen Bemalung nimmt die griechische Töpferware in der gesamten Keramik eine Sonderstellung ein. Sie setzt ein ambitioniertes künstlerisches Gestalten voraus. Viele griechische Vasen sind nicht mehr dem Kunsthandwerk zuzurechnen, sondern sind Kunstwerke. Die Darstellungen sind oft die einzigen Quellen für religiöse Vorstellungen und Gebräuche. Das Alltagsleben im antiken Griechenland, die Trachten der Menschen und die sportlichen Wettkämpfe des Altertums werden in ihnen wieder lebendig. Vasenbilder sind eine wichtige Ergänzung der schriftlichen Überlieferung. Sie liefern den Archäologen bemerkenswerte Hinweise für die Rekonstruktion bedeutender Skulpturen. Als Träger von Inschriften bieten die Vasen weitere wertvolle Informationen zum antiken Leben. Nicht zuletzt geben sie uns eine Vorstellung von der nicht erhaltenen griechischen Wand- und Tafelmalerei.
Katalog von 96 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen zum Preis von 9,90 € in der Ausstellung und für Mitglieder der Winckelmann-Gesellschaft (für Nichtmitglieder 14.- € zzgl. Versand, im Buchhandel 19,90 €). Weitere Stationen der Ausstellung: u.a. Institut für Klassische Archäologie der Universität Saarbrücken, Kulturhistorisches Museum Magdeburg
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