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...denn lebensgroß gezeichnet und vermessen stehst Du im Künstlerbuch."


" ...denn lebensgroß gezeichnet und vermessen stehst Du im Künstlerbuch."
Das Porträtalbum deutschsprachiger Künstler – ein Zeugnis des Künstlerlebens in Rom zur Zeit der Romantik (16. März bis 25. Mai 2008)


Kooperation mit der Bibliotheca Hertziana, Max Planck Institut für Kunstgeschichte Rom und der Casa di Goethe Rom

Im Zentrum der Ausstellung steht die in der Bibliotheca Hertziana in Rom aufbewahrte und bisher in seiner Gesamtheit noch nicht publizierte „Sammlung von Bildnissen Deutscher Künstler in Rom“. Die Idee zur Stiftung dieser Bildnissammlung im Jahr 1832 ging von der deutschen Künstlerkolonie in Rom aus. Sie umfaßt 140 Porträts von Künstlern, die in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Rom lebten und überliefet zusammen mit den Porträtisten des Albums insgesamt 178 Namen deutschsprachiger und skandinavischer Künstler. Als Ganzes gesehen ist diese Sammlung ein einzigartiges Dokument der römischen "Künstlerrepublik" zur Zeit der Romantik. Die Künstler, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit hochgespannten Erwartungen nach Rom kamen, erlebten dort mehr denn je einen Freiraum, der ihnen den Bruch mit bisherigen Konventionen und das Erproben neuer unkonventioneller Gesellschaftsformen ermöglichte. Aus gemeinsamen künstlerischen Interessen oder aus materieller Not entwickelten sich neuartige Wohn- und Arbeitsgemeinschaft, die den Boden bereiteten zu einem neu empfundenen und gelebten Künstlerdasein. Dies fand seinen Niederschlag in der Festkultur der Künstlerkolonie, die in der Regie der „Ponte-Molle-Gesellschaft“ lag. In diesem Kreis wurde nicht nur ein neuer Festkalender geschaffen mit den alljährlichen karnevalesken Frühlingsausflügen zu den Cervarogrotten am Anioufer als gesellschaftlicher Höhepunkt der internationalen Künstlerschaft in Rom, sondern auch die "Sammlung von Bildnissen deutscher Künstler in Rom" initiiert.
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