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Kappadokien
KAPPADOKIEN

vom 15.-22. Mai 2008

Flug: Berlin -Adana (Anreise 15. Mai / Rückreise 22. Mai)
Hotel: 4 Sterne Hotels mit HP / Preis: ca. 800 Euro

16. Mai
Spaziergang durch das Soganli-Tal mit mehreren Felskirchen. Besuch der größten Kirche, der „Cemil-Kirche“, auf der Soganli-Ürgüp-Straße. Teepause am Synassos-Fluß. (Übernachtung in Ürgüp)

17. Mai
Spaziergang durch das landschaftlich sehr eindruckvolle Zemi-Tal. Mittagspause. Kirchen aus dem 10., 11. und 12. Jahrhundert im Nationalpark von Göreme. (Übernachtung in Ürgüp)

18. Mai
Besuch des Çavusi-Dorfes, Pasabaglar und das berühmte Gebiet Zelve mit den vielen Feenkaminen. In Dervent besuchen wir ein steinernes Kamel und andere von der Natur geformte Steine. Nach der Mittagspause werden wir in Avanos eine Keramikwerkstatt besuchen, die seit hethitischer Zeit Keramik herstellt (mit Vorführung). (Übernachtung in Ürgüp)

19. Mai
Besuch der unterirdischen Felsenstadt Kaymakli, anschließend Spaziergang durch das berühmte Ihlara-Tal mit den zahlreichen Kirchen in einer traumhaften Landschaft. Nach der Mittagspause besuchen wir die Agzikarahan - eine seldschukische Karawanserei. (Übernachtung in Ürgüp)

20. Mai
Besuch des Gümüsler-Klosters in Nigde mit dem Fresko der lächelnden Maria. Nach der Mittagspause Besuch der hethitisch-römischen Stadt Tyana. (Übernachtung in Ürgüp)

21. Mai
Besuch des Museums von Kayseri und der assyrischen Stadt Kanish Karum
Weiterfahrt nach Adana. (Übernachtung in Adana)

Führungen durch einen Archäologen in Englisch (zusammenfassende deutsche Übersetzung).

Interessenten melden sich bitte bis zum 10. Februar 2008 in unserem Sekretariat.

Kappadokien: Der Name der in Zentralanatolien gelegenen Landschaft Kappadokien ist von dem altpersischen Wort Katpatuka abgeleitet, „Land der schönen Pferde“ bedeutet. Die Landschaft wurde geprägt durch die Erosion des Vulkangesteins des Erciyes und des Hasan Dağ. Aufgrund der geringen Niederschlagsmengen verwittert das weiche Tuffgestein nur langsam. Härtere Gesteine blieben stehen, so daß die sogenannten Feenkamine entstanden sind. Die frühesten Siedlungen reichen bis in das 7 Jt. v. Chr. zurück. Um 1.600 v. Chr. gehörte das Gebiet zum Reich der Hethiter. Später nahmen es die Phryger und Lyder, Ende des 7. Jh. v. Chr. die Meder, dann die Persern in Besitz. 323 v. Chr. fiel Kappadokien an die Makedonen. Während des Hellenismus geriet Kappadokien immer wieder in die Auseinandersetzungen zwischen den Diadochen. Nach den mithridatischen Kriegen erlangte das Land 36 v. Chr. unter dem von Antonius eingesetzten König Archelaos etwas Stabilität und Wohlstand, bis es unter Kaiser Tiberius 18 n. Chr. römische Provinz wurde. Nach der römischen Reichsteilung 395 n. Chr. gehörte Kappadokien zum Oströmischen Reich. Im 5. Jh. fielen die Isaurier ein, im 6. Jh. die Hunnen. Schließlich wurden die Byzantiner im 11. Jh. von den Seldschuken besiegt. In frühbyzantinischer Zeit war Caesarea ein wichtiger Bischofssitz. Über 3000 Kirchen wurden in diesem Landstrich bis heute entdeckt. Die griechisch-orthodoxe Bevölkerung verließ Kappadokien während der Umsiedlungen zwischen 1922-1924.
Berühmt ist Kappadokien heute nicht nur wegen seiner außergewöhnlich Naturschönheiten, sondern auch wegen der unterirdischen, in Tuffstein eingegrabenen Städte. 1985 wurde Kappadokien von der UNESCO als Weltkulturerbe unter Schutz gestellt.

Literatur: Susanne Oberheu, Michael Wadenpohl: Kappadokien: Ein Reiseführer durch das Land der Feenkamine und Felsenburgen. Books on Demand GmbH, Norderstedt 2007; Neslihan Asutay-Fleissig: Tempelanlagen in den Höhlenkirchen Kappadokiens. Frankfurt am Main 1996; Andus Emge: Wohnen in den Höhlen von Göreme. Traditionelle Bauweise und Symbolik in Zentralanatolien. Berlin 1990; Michael Henke: Kappadokien in hellenistischer Zeit. Münster 2005; Jürgen Süß, Andus Emge u.a.: Kappadokien – Land der Höhlenkirchen und Vulkane. Brühl 2004, CD-ROM; Hanna Wiemer-Enis: Die Wandmalerei einer kappadokischen Höhlenkirche. Die neue Tokalı in Göreme. Frankfurt am Main 1993; Hanna Wiemer-Enis: Spätbyzantinische Wandmalerei in den Höhlenkirchen Kappadokiens in der Türkei. Petersberg 2000.
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