Archäologische Exkursion nach Ostlykien
Vorläufiges Programm
Änderungen vorbehalten
vom 31. März - 5. April 2009
Flug: Berlin - Antalya (Anreise 31. März Abflug 9.25 Uhr / Rückreise 5. April Abflug 6.00 Uhr)
Hotel: Ninova Pension in Antalya nur Frühstück / Hotel Arykandos in Finike HP
Reisepreis: ca. 750 Euro
31. März
Besichtigung der neu eröffneten Räume des Archäologischen Museums von Antalya
Führung durch die neuesten Ausgrabungen in der Altstadt von Antalya
(Übernachtung in Antalya, Ninova Pension)
1. April
Fahrt von Antalya nach Finike. Besuch der auf der Hochebene von Emali gelegenen antiken Stadt Arykanda. Die Stadt verfügt über zahlreiche öffentliche Gebäude, Theater, Odeion, Bouleuterion, Thermen, Gymnasion usw. Ihre Bürger galten in der Antike als verschwendungssüchtig.
Besichtigung von Andriake. Als Hafenstadt von Myra hatte Andriake vor allem in der römischen Kaiserzeit einen deutlichen Aufschwung genommen, wovon der große Getreidespeicher am Hafen zeugt. Der Hafen war durch zwei Wachtürme und eine Sperrmauer geschützt. Auch in byzantinischer Zeit spielte Andriake eine wichtige Rolle. Davon zeugen die Kirchenbauten.
(Übernachtung in Finike)
2. April
Besichtigung von Rhodiapolis. Bekannt wurde diese einige Kilometer nordwestlich von Kumluça auf einem sich 300 m über der Küstenebene erhebenden Berg gelegene Stadt durch einen wohlhabenden Bürger Opramoas, der im 2. Jh.n.Chr. dort lebte und zahlreiche Bauvorhaben in Lykien förderte. Dort begann die Universität Antalya vor drei Jahren mit Grabungen, an denen auch die Winckelmann-Gesellschaft beteiligt ist. Unterdessen wurden bereits das Theater, das Opramoas-Monument, die Südthermen und andere öffentliche Gebäude freigelegt. (Übernachtung in Finike)
3. April
Besichtigung von zwei hoch in den lykischen Bergen gelegenen Städten Kitanaura und Idebessos, die in den letzten beiden Jahren von einem Archäologen-Team der Universität Antalya aufgenommen und erforscht wurden. Vor allem in Kitanaura zeichnen sich das städtische Zentrum und die Straßenzüge hinter dem Stadttor im Pinienwald noch deutlich ab. Beeindruckend sind auch ein großer mit Reliefs geschmückter Grabbau und eine Thermenanlage. Idebessos, das gleichfalls durch eine Stadtmauer geschützt ist, ist besonders reich an Sarkophagen.
(Übernachtung in Finike)
4. April
Fahrt von Finike nach Antalya
Besichtigung von In Önü West oder Kelbessos. Der Westteil der Siedlung In Önü, deren Zentrum und Ostteil wir vor drei Jahren besucht haben, wird durch einen Heiligtum beherrscht. Nordwestlich des Heiligtums gibt es weitere Gehöfte und Terrassen-Anlagen bis zum steil aufsteigenden Felsmassiv. Die ca. 1200 m hoch gelegene Stadt Kelbessos ist von einer Stadtmauer umgeben. Zahlreiche öffentliche Gebäude der Stadt, die auch militärische Funktionen hatte, sind erhalten.
Anschließend Besuch des türkischen Museumsdorfes Sinandegirmeni mit traditionellen Holzhäusern lykischer Bauweise.
(Übernachtung in Antalya)
5. April
Rückflug: 6.00 Uhr ab Antalya, Ankunft in Berlin 8.25 Uhr
Führungen durch das Grabungsteam von Rhodiapolis
(Prof. Dr. Max Kunze, Dr. Stephanie-Gerrit Bruer, Dr. Isa Kizgut und Prof. Dr. Burhan Varkivanç)