LESUNG IN DER MARIENKIRCHE
am 20. Oktober 2010 um 18.30 Uhr in der Marienkirche
Im unteren linken Bereich des Altars der Stendaler Marienkirche befindet sich ein Götzensturz. Maria betritt, mit dem Jesuskind auf dem Arm, einen Tempel und alle Götzen stürzen von ihren Podesten. Der Altar spielt beim Gottesdienst eine entscheidende Rolle. Aber was hat solch eine Darstellung auf einem so prominenten Platz, wie einem Altar zu suchen, der doch zur Andacht dienen soll? Seit wann ist es andächtig, wenn man dem Teufel ständig auf dem Hochaltar begegnet? Die Einen werden sagen, wenn es so in der Bibel steht, dann hat es schon seine Richtigkeit. In der Bibel finden sich aber nur Anhaltspunkte und noch keine Erklärung dieser Szene. Das Schriftstück mit den Wundertaten, die um Maria und meist durch das Jesuskind verursacht, geschehen, finden sich in dem sogenannten Protoevangelium, einer Schrift, die erst sehr viel später zu den Büchern der Bibel hinzugefügt wurde. Dennoch finden sich einige Szenen wiederum in der Bibel, im Neuen Testament. Ein heilloses Kuddelmuddel? Hoffentlich nicht! Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, wird Nadine Prescher am 20. Oktober 2010 um 18.30 Uhr die Mariengeschichte aus dem Protoevangelium und der Bibel in der Marienkirche lesen. Die Lesung wird durch die Darstellungen auf dem Stendaler Kunstschatz, dem Altar illustriert und von Nadine Prescher kommentiert.