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Eine Lesung
Die Winckelmann-Gesellschaft lädt zu einem Vortrag in der
Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Berlin-Mitte ein

Donnerstag, den 6. Mai 2010
um 18:00 Uhr

spricht

Prof. Dr.phil.Dr. med. Andreas Hiller
(Universität Eichstätt)
über

"Die griechischen Visionen der Anny Schröder:
auf der Suche nach kultureller Identität
zwischen Naziterror und Wirtschaftswunder“


Anny Schröder, die von 1898 bis 1972 lebte, aus Wien kam und in Bad Segeberg starb, war und ist bislang eine weitgehend vergessene Künstlerin. Die Fachliteratur kennt sie kaum, wenn, dann taucht ihr Name als Marginalie der Wiener Werkstätte auf. Insofern konnte man ihr bislang nur zufällig begegnen, so wie es mir 1985 in einem Wiesbadener Antiquariat passiert ist. Eine Mappe der Griechischen Visionen, aus einem Stapel unsortierter Bücher gezogen, war wohlfeil. Einerseits haben mich – als klassischen Archäologen - die Holzschnitte, zumal diejenigen, auf denen auf ungewohnte Weise antike griechische Plastik zu schattenhaftem Leben erweckt wird, fasziniert. Andererseits hat es dann noch viele Jahre gedauert, bis ich anfing, mich darüber hinaus für die zunächst eher spröde, teils geradezu hermetisch-abweisend wirkenden Bilder und deren einen Allerweltsnamen tragende Urheberin zu interessieren.

Ausgehend von den im Nachlass verwahrten Werken und Dokumenten, ergänzt durch die Erträge von Recherchen in Behörden, Institutionen, Verlagen, Museen und Bibliotheken zwischen Wien, Berlin und Bad Segeberg wird im Vortrag über das abenteuerlich-tragische Leben und das Werk der Anny Schröder berichtet.

Der Titel des Vortrages ist auch der Titel einer Ausstellung, die im Mai im Winckelmann-Museum zu sehen sein wird.
Patara 
Die Winckelmann-Gesellschaft lädt zu einem Vortrag in der
Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Berlin-Mitte ein

Am Donnerstag den 25. März 2010
um 18:00 Uhr
sprechen

Prof. Max Kunze
und
Dr. Stephanie Bruer
über

"Vom Schrumpfen antiker Städte.
Patara im Spiegel seiner Stadtmauern."


Patara, gelegen an der Südküste der heutigen Türkei war eine der wichtigsten Städte Lykiens und bedeutendste Hafenstadt. Unter dem Namen Pttara war die Stadt wohl eine lykische Gründung. Eine spätere Tradition führte sie auf Pataros, einen Sohn Apollons, zurück. Apollon Patroos hatte in Patara einen Orakelkult. Seit der Zeit Alexanders des Gr. bis ins Mittelalter hinein war der Hafen ein wichtiger zentaler Punkt für Handel und Militär und hatte eine führende Stellung im lykischen Bund, in römischer Zeit war Patara Metropolis und Sitz des Statthalters der Provinz Lycia et Pamphylia. Der Apostel Paulus verweilte hier und im 4. Jahrhundert n. Chr. wurde der spätere Bischof Nikolaus von Myra hier geboren.

Die Winckelmann-Gesellschaft forschte über Jahre unter Leitung von Fahri Işık in der antiken Stadt. Ausgiebige Vermessungen fanden statt und so konnte ein erster genauer Stadtplan entstehen. In diesem Zusammenhang wurden die Stadtmauern aus hellenistischer, fühbyzantinischer und mittelalterlicher Zeit aufgenommen, die einen interessanten Einblick in die Fortifikation und Stadtgeschichte über 1500 Jahre geben.

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 25. März 2010 in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstr. 18, Berlin-Mitte, um 18 Uhr statt.
Spannungen und Widersprüche im Antikebild Friedrich Schillers 
Die Winckelmann-Gesellschaft lädt zu einem Vortrag in der
Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Berlin-Mitte ein


Am 10. November 2009 jährt sich zum zweihundertfünfzigsten Male der Geburtstag Friedrich Schillers.

Aus diesem Anlass hält das längjährige Kuratoriumsmitglied der
Winckelmann-Gesellschaft, Volker Riedel, am Donnerstag, den 19.11.2009 um 18 Uhr c.t.
einen Vortrag mit dem Titel

Zwischen Elegie und Idylle
Spannungen und Widersprüche im Antikebild Friedrich Schillers


Ausgehend von dem Essay Ueber naive und sentimentalische Dichtung, wird in diesem Vortrag untersucht, welchen Anteil an Schillers Lyrik mit antiken Motiven (Die Götter Griechenlandes, Das Ideal und das Leben, Der Spaziergang, Das Glück, Nänie, Das Siegesfest u. a.) elegische und idyllische Züge haben. Im Unterschied zu älteren, auf Harmonie und Heiterkeit ausgerichteten Interpretationen werden innere Widersprüche aufgezeigt, die sowohl das literarische wie das philosophische Werk dieses Schriftstellers in den verschiedenen Phasen seiner Entwicklung kennzeichnen.

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 19. November 2009 in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstr. 18, Berlin-Mitte, um 18 Uhr c.t. statt.
"Neues aus Rhodiapolis - Ein Grabungsbericht vom Sommer 2008" 
Am Dienstag den 20.1.2009 um 18:00 Uhr spricht im Rahmen unserer Berliner Vorträge in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstr. 18 - 10117 Berlin (das einstige Künstlerhaus Möwe nahe dem Bahnhof Friedrichstraße):

Prof. Dr. Max Kunze

"Neues aus Rhodiapolis - Ein Grabungsbericht vom Sommer 2008"

Vor drei Jahren haben unter Leitung des Archäologischen Instituts der Universität Antalya Ausgrabungen in der ost-lykischen Stadt Rhodiapolis begonnen. Rhodiapolis liegt einige Kilometer nordwestlich von Kumluça auf einem sich ca. 300 m über der Küstenebene erhebenden Berg. Bekannt wurde die Stadt nicht zuletzt durch ihren überaus reichen Bürger Opramoas, der im 2. Jh. n. Chr. lebte und mit großzügigen Spenden zahlreiche Bauvorhaben in Lykien und natürlich auch in seiner Heimatstadt förderte.
Die Ausgrabungen 2008, an denen sich die Winckelmann-Gesellschaft wieder mit einem kleinen Team beteiligte, brachten beeindruckende neue Entdeckungen zutage. Dazu gehören unter anderem ein Rundtempel und ein großes Mosaik, dem sich gleich ein Restauratoren-Team widmete. Neues gibt es zudem über die große byzantinische Kirche auf der Akropolis und vor allem über den monumentalen Südbau zu berichten.
Von Dresden nach Potsdam-Sanssouci 
Am Donnerstag den 23.4.2009 um 19:00 Uhr spricht im Rahmen unserer Berliner Vorträge in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstr. 18 - 10117 Berlin (das einstige Künstlerhaus Möwe nahe dem Bahnhof Friedrichstraße):

Harry Nehls M.A.

"Von Dresden nach Potsdam-Sanssouci:
Die Karriere des Matthias Oesterreich (1726-1778), Bildgalerieinspektor Friedrichs des Großen"

Geboren in Hamburg als Sohn eines Ingenieurs und Baumeisters, Aufseher des Kupferstichkabinetts und der Gemäldegalerie in Dresden unter August III. wechselte Matthias Oesterreich 1757 in die Dienste Friedrichs des Großen.
Von J.J. Winckelmann und anderen berühmten Zeitgenossen als Dilettant stark verunglimpft, hat er dennoch beachtenswerte Meriten vorzuweisen: Oesterreich erstellte die ersten Hängepläne für die Bildergalerie in Sanssouci und inszenierte im Antikentempel berühmte Stücke aus der Antikensammlung Friedrichs des Großen. Noch heute von größter Bedeutung sind seine ersten Bestandskataloge der Kunstwerke Friedrichs II.
Eine Lesung 
„Dieses ist das Leben und die Wunder Johann Joachim Winckelmanns, zu Stendal in der Altmark, zu Anfang des 1718. Jahrs gebohren!“

Eine Lesung aus Briefen von Johann Joachim Winckelmann

Am Donnerstag, 28. Mai 2009, 18.00 Uhr
liest in der
Landesvertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim
Bund, Luisenstr. 18, 10117 Berlin-Mitte

der
Schauspieler Fritz Lichtenhahn,
Hamburg/Arosa.

Die Texte werden kommentiert von Prof. Dr. Max Kunze.

Im Anschluß werden Wein und Brezeln gereicht.



Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) gilt als Begründer der Archäologie und Kunstgeschichte, der es – aus einfachsten Verhältnissen stammend – vom Hauslehrer bis zum Kommissar der Altertümer in Rom und scrittore der Vatikanischen Bibliothek brachte. Seine Schriften, die seit 1996 von der Stendaler Winckelmann-Gesellschaft und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur in einer historisch-kritischen Ausgabe vorgelegt werden, waren epochemachend und beeinflussten maßgeblich den deutschen Klassizismus. Goethe, für den Winckelmanns Geschichte der Kunst des Alterthums ein unentbehrlicher Cicerone auf seiner italienischen Reise war, gab 1805 die von mehreren Autoren verfasste Schrift „Winckelmann und sein Jahrhundert“ heraus. Darin versuchte er selber – an Hand einiger damals neu aufgetauchter eigenhändiger Briefe Winckelmanns – diesen vor allem als Mensch zu charakterisieren.

Inzwischen sind fast 1000 Briefe aus allen Lebensabschnitten des Altertumswissenschaftlers an Freunde, Kollegen und Würdenträger bekannt. Viele sind sehr persönlich geschrieben; und viele sind auch höchst amüsant, da der Autor selten ein Blatt vor den Mund nahm und frei von der Leber weg schrieb, was ihn bedrückte und ärgerte.
Um Johann Joachim Winckelmann und seine Biographie einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen, ließt der Schauspieler Fritz Lichtenhahn aus Briefen des Gelehrten. Die Textauswahl traf der Archäologe Prof. Dr. Max Kunze, der die Lesung auch kommentierend begleiten wird.



Winckelmann-Museum Stendal, Winckelmannstr. 36-37, 39576 Stendal
Tel.: 03931-215226, Fax: 03931-215227
E-Mail: info@winckelmann-gesellschaft.de
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